Psychische Probleme, psychische Krankheiten und psychische Störungen

Gewisse Stimmungsschwankungen kennt wohl jeder Mensch, ohne dass er diese als Problem empfindet. Solange diese Hochs und Tiefs nur von geringer Dauer und im Rahmen des Erträglichen bzw. durch das eigene Verhalten beeinflussbar sind, werden sie nicht als bedrohlich oder krankhaft erlebt. Lassen sich die eigenen Probleme jedoch nicht mehr selbst regulieren und helfen auch Gespräche mit Angehörigen oder Freunden nicht mehr, um zu seinem seelische Gleichgewicht zurück zu finden, dauert die psychische Krise über Wochen und Monate an, dann ist eine Behandlung bei einem Psychotherapeuten, Arzt oder Heilpraktiker sinnvoll.

Probleme sind noch nicht gemeisterte Herausforderungen des Lebens.

In der herkömmlichen klinischen Diagnostik ist es üblich, Symptome, Beschwerden und psychisches Leiden anhand der ICD-10 zu diagnostizieren, einem weltweit verbreiteten und von den meisten Ärzten und Psychotherapeuten anerkanntes Diagnose­klassifikationssystem, das von der Weltgesundheitsorganisation WHO herausgegeben wird. Weicht das Verhalten, Denken oder Fühlen eines Menschen in seiner Intensität oder Dauer von der darin festgelegten Norm ab, wird es als psychische Krankheit oder psychische Störung gesehen.

Obwohl es ich dieses System kritisch hinterfrage (siehe „Diagnosenstellung in der Psychotherapie – Sinn oder Unsinn?„), möchte Ihnen hier trotzdem einen Überblick über die häufigsten sogenannten „psychischen Krankheiten“ oder „psychischen Störungen“ geben, die in den ambulanten Psychotherapiepraxen in Nürnberg behandelt werden. Den Anfang habe ich gemacht mit Beschreibungen von Depression, des Burn-Outs, Ängsten, Phobien und Panik, sowie Schlafstörungen. Darstellungen weiterer sogenannter „psychischer Störungen“ wie Psychosomatische Störungen, Zwang, Sucht, Essstörungen wie Bulimie, Anorexie werden im Laufe der Zeit folgen.