Vitamin D Mangel

Menschen, die unter Depressionen und Burnout leiden, rate ich dazu, neben einer Psychotherapie ihren Vitamin D Spiegel von einem Arzt untersuche zu lassen.

Der Einfluss von Vitamin D auf unsere psychische Gesundheit ist nicht von der Hand zu weisen – auch wenn sich die Spezialisten noch nicht ganz einig sind, wie hoch der Einfluss des Vitamins bei Depression, Burnout und Stimmungsschwankungen tatsächlich ist und ob ein Mangel die Ursache oder die Folge dieser Probleme ist.
Die Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung spielt eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Der größere Teil wird durch den Körper bei Sonnenbestrahung auf die Haut selbst gebildet. Die Erfahung vieler Ärzte zeigt, dass gerade nach dem Wintermonaten ein großer Teil der deutschen Bevölkerung einen mehr oder weniger schwerwiegenden Mangel aufweist.

Folgende Symptome können unter anderen beobachtet werden, wenn dem Körper zu wenig des Sonnenvitamins zur Verfügung steht:

  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit, sich schlapp fühlen
  • Muskelschwäche und -zittern, Muskelzuckungen (z.B. am Augenlied)
  • Muskelkrämpfe, Wadenkrämpfe
  • Knie- und Rückenschmerzen, allgemein Gelenkschmerzen
  • Nervosität und innere Unruhe
  • Infektionsanfälligkeit
  • Konzentrationsprobleme

Diese Symptome können auch bei Depressionen auftreten. Deshalb rate ich nicht nur Klienten, die wegen Depressionen oder depressiven Verstimmungen zur Psychotherapie kommen, ihren Arzt um einen Vitamin D Test zu bitten. Die Krankenkassen übernehmen die Laborkosten in Höhe von ca. 30 Euro allerdings nur bei begründetem Verdacht auf einen Mangel.

Gehen Sie außerdem auch in den Sommermonaten je nach Hauttyp 10 bis 20min ohne Sonnencreme mittags nach draußen. Sonnencreme vermindert die Vitamin D Produktion. Früh am Morgen und ab dem späten Nachmittag ist der Stand der Sonne zu tief, damit genug Strahlung auf die Hautoberfläche trifft, ebenso in der Zeit zwischen Oktober und März.