Panikstörung

Leiden Sie unter Panikattacken? Benötigen Sie Unterstützung aufgrund einer Panikstörung? Psychologen, Psychotherapeuten, spezialisierte Ärzte oder Heilpraktiker für Psychotherapie in Nürnberg können helfen.

Die Panikstörung ist eine Form der Angststörung. Kennzeichnend für eine Panikstörung ist das wiederholte Auftreten von Panikattacken, d.h. plötzlich auftretenden Angstanfällen im Alltag ohne dass eine reale Bedrohung besteht. Trotzdem treten bei einer Panikattacke körperliche Angstsymptome wie Engegefühle in der Brust, Atemnot, Herzrasen, -stolpern oder manchmal auch auch Herzschmerzen, Schweißausbrüche, Zittern, Taubheitsgefühle oder Kribbeln, Übelkeit und andere Beschwerden auf. Manche Patienten berichten auch von Schwindel, verfremdete Wahrnehmung oder das Gefühl, sich selbst fremd und unwirklich zu erleben.

Psychologen haben in Studien herausgefunden, dass 3,5 Prozent bis 4,7 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens eine Panikstörung entwickeln, meist in jungen erwachsenen Jahren. Frauen sind meist häufiger betroffen, bei ihnen brechen die Panikattacken auch gehäuft zwischen 30 und 40 Jahren aus. Bei Männern mittleren Alters tritt eine Panikstörung häufig in Form einer sogenannten Herzphobie oder Herzangst auf, bei denen die Angst vor einem Herzinfarkt im Vordergrund steht, ohne dass eine Herzerkrankung vorliegt.

Psychologen stellen fest, dass eine Panikstörung manchmal in Zusammenbang mit einer Agoraphobie, also einer Angst vor öffentlichen Plätzen auftritt. Betroffene haben dabei Angst, öffentliche Verkehrsmittel wie die U-Bahn in Nürnberg zu benutzen, öffentliche Veranstaltungen zu besuchen oder vermeiden es zum Einkaufen in Supermärkte zu gehen.

Das Wort Panik kommt aus der griechischen Mythologie. Der Sage nach konnte der Hirtengott Pan durch einen einzigen lauten Schrei aus der Stille heraus ganze Viehherden zu plötzlicher und anscheinend sinnloser Massenflucht aufscheuchen.

Ursachen der Panikstörung

Psychologen haben verschiedene Modelle zur Erklärung der Panikstörung entwickelt. Verhaltenstherapeutische Erklärungen gehen davon aus, dass sich ein Teufelskreis entwickelt hat: In Stresssituationen wurden körperliche oder psychische Veränderungen (z.B. einer Veränderung des Herzschlags, Schwindel, Konzentrationsprobleme) wahr genommen und mit Angst bzw. entsprechenden Gedankengängen (z.B. „ich sterbe gleich“) verbunden. Diese Gedankengänge lösen dann zu einem späteren Zeitpunkt wiederum die körperlichen Stresssymptome aus.
Psychoanalytiker und Tiefenpsychologen erklären sich Panikattacken auch durch traumatische Kindheitserlebnisse oder durch bestimmte Formen der Kommunikation der Eltern mit ihrem Kind und daraus entstandenen inneren Konflikten.

Welche Form der Psychotherapie hilft bei einer Panikstörung?
Wie können Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzte und Heilpraktiker helfen?

Sofern die Paniksymptome nicht Folge körperlicher Erkrankungen sind, lassen sich diese durch eine Psychotherapie gut behandeln. Dies kann ein Arzt im Vorfeld der psychotherapeutischen Behandlung abklären.Verhaltenstherapeuten nutzen Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung, um zum einen die Paniksymptome im Akutfall zu lindern. Zum anderen bereiten diese Methoden auch auf eine weitergehende Konfrontationstherapie vor, deren Ziel es ist, das Vermeidungsverhalten aufzulösen. Zudem werden diejenigen Gedankengänge des Patienten, die die Panik auslösen, begünstigen und aufrecht erhalten, analysiert und passendere erarbeitet und eingeübt. Manche Therapeuten in Nürnberg setzen dafür auch Hypnose ein.
Psychotherapeuten, die auf Psychoanalyse oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie spezialisiert sind, sind darauf bestrebt, traumatischen Kindheitserlebnisse und die inneren Konflikte des Patienten aufzudecken und zu bearbeiten.

Manchmal kann es bei einer Panikstörung hilfreich sein, das Ausmaß der Symptome durch ein Medikament zu lindern, so dass der Patient überhaupt erkennen kann, dass seine Symptome psychischen Ursprungs sind und er bereit ist, sich in eine Psychotherapie zu begeben. Dafür ist die Beratung eines Psychiaters sinnvoll, denn dieser ist der ärztliche Spezialist für Psychopharmaka. Psychologen, Psychotherapeuten und Heilpraktiker dürfen keine Psychopharmaka verschreiben, dies ist allein Ärzten vorbehalten.

Wenn Sie vermuten, unter Panikattacken zu leiden, dann können Sie sich zunächst an Ihren Hausarzt wenden. Dieser kann Sie an einen Psychotherapeuten in Nürnberg überweisen. Natürlich steht es Ihnen frei, direkt einen Psychologen, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen. Psychotherapeuten mit Kassenzulassung können die ersten Sitzungen direkt über Ihre Krankenkassenkarte abrechnen. Die Konsultation eines Heilpraktikers für Psychotherapie kann erstens dann sinnvoll sein, wenn die Wartezeit auf einen Therapieplatz bei einem Therapeuten mit Kassenzulassung lang ist. Denn je früher Sie sich in Therapie begeben, desto kleiner ist die Gefahr einer Ausweitung der Symptomatik. Zweitens haben Sie dann oft eine größere Auswahl an Therapeuten und Therapieverfahren.