Entspannungsverfahren

Entspannung finden in NürnbergIm Rahmen einer Psychotherapie sollen Entspannungsverfahren dem Patienten helfen, zu lernen, seine Anspannung zu verringern, um so zu mehr Ausgeglichenheit und Wohlbefinden zu gelangen. Da körperliche Anspannung in starker Wechselwirkung mit psychischen Prozessen steht, gibt es grundsätzlich zwei Wege, eine Entspannungsreaktion auszulösen: entweder über eine bewusste Veränderung körperlicher Funktionen oder über Einflussnahme mentaler Vorgänge. Je nach Entspannungsmethode steht mehr die eine oder die andere Möglichkeit im Vordergrund.

Durch das Praktizieren einer Entspannungstechnik kann der Patient selbst aktiv Einfluss auf sein Befinden und die Linderung seiner Beschwerden nehmen, was das Gefühl von Selbstwirksamkeit steigert.

Entscheidend für die Wirksamkeit aller Entspannungsmethoden ist ein regelmäßiges Üben, damit der Entspannungsprozess durch eine entsprechende Konditionierung auch im Alltag bei Stresssituationen schnell und zuverlässig eingeleitet werden kann.

Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Entspannungsverfahren:

Autogenes Training:

Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, bei der durch Autosuggestion eine Entspannungsreaktion auslöst wird. Der Übende sagt sich selbst kurze vorgegebene Sätze wie „Meine Arme und Beine sind ganz schwer“ und verbindet diese Formel mit entsprechenden Vorstellungen.
Autogenes Training ist in Deutschland eine sehr häufig angewandtes Entspannungsverfahren. Es ist verhältnismäßig leicht zu lernen und wird vielfach von Psychologen und ausgebildeten Übungsleitern an der Volkshochschule in Nürnberg angeboten.

Progressive Muskelentspannung:

Bei der Progressiven Muskelentspannung, auch Progressive Muskelrelaxion, werden nacheinander verschiedene Muskelgruppen für einige Sekunden willentlich angespannt. Jeder Anspannung folgt eine Entspannungsphase, in der für einige Zeit bewusst auf die Unterschiede zwischen der Anspannung und Entspannung des Muskels geachtet werden soll.

Meditation:

Meditation wird in vielen Kulturen und Religionen im Sinne einer spirituellen Praxis ausgeübt. Meditation hat über eine reine Entspannung hinausgehende positive Effekte auf das Gehirn. Es gibt je nach kulturellem und religiösen Hintergrund vielfältige Meditationsmethoden. In der psychotherapeutischen Praxis wird oftmals die ursprünglich aus dem Buddhismus stammende Achtsamkeitsmeditation gelehrt.

QiGong, Tai-Chi Chuan, Yoga

Des Weiteren haben östliche Übungswege wie QiGong, Tai-Chi Chuan und Yoga entspannende Effekte. Das Gleiche gilt für Atem- und Bewegungsübungen aus verschiedenen Körperpsychotherapie-Methoden. Sie werden häufig von Psychotherapeuten angewendet und gelehrt.