Klientenzentrierte Psychotherapie (Gesprächspsychotherapie) Nürnberg

Die Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie bzw. Personenzentrierte Psychotherapie wurde Mitte des letzten Jahrhunderts von Karl Rogers entwickelt. Rogers war ein amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut und sein humanistisches Menschenbild prägte seine Gesprächstherapie.
 
Für einen Gesprächspsychotherapeuten steht der hilfesuchende Mensch im Mittelpunkt und nicht allein das Problem. Der klientenzentriert arbeitende Psychotherapeut vertraut darauf, dass ein Mensch von Natur aus bestrebt ist, sich selbst zu verwirklichen. Unter günstigen Umständen ist jede Person fähig, sich weiterzuentwickeln und persönlich zu reifen. Folglich ist es die Aufgabe des Therapeuten, in der Psychotherapie die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Klient sich selbst besser zu verstehen lernt, so dass er in seiner Persönlichkeit weiter wachsen kann und dann in der Lage ist, seine Probleme zu lösen. Der Gesprächstherapeut vertritt die Überzeugung, dass der Klient im Prinzip selbst die Ressourcen besitzt, die er zur Lösung seiner Probleme bracht. Wenn er zu Psychotherapie kommt, dann fehlt ihm lediglich der Zugang zu diesem Wissen.

Entscheidend für einen Veränderungs- und Wachstumsprozess wird in der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie die Grundhaltung gesehen, mit der der Psychotherapeut seinem Klienten begegnet. Tritt er dem Hilfesuchenden vorurteilsfrei und emphatisch entgegen, so dass dieser sich wertgeschätzt und bedingungslos angenommen fühlen kann, lernt der Hilfesuchende sich selbst anzunehmen – auch für die Facetten seiner Persönlichkeit, die er selbst abgelehnt hat. Der Psychotherapeut soll für ihn als echte, authentische Person ohne Maske erfahrbar sein. Demzufolge muss der Psychotherapeut bereit sein, sich seiner eigenen Gefühle bewusst zu werden, die in der Resonanz zu seinem Gegenüber entstehen, so dass er stimmig kommunizieren kann.
 
Ein Gesprächstherapeut hört seinem Klienten einfühlsam und verständnisvoll zu. Er formuliert das, was der Klient ihm mitteilt, nochmals mit eigenen Worten und stellt das Gesagte in einen größeren Zusammenhang, so dass der Klient merkt, dass der Psychotherapeut ihn versteht. Der Psychotherapeut bietet keine fertigen Lösungen oder Antworten an, sondern regt seinen Klienten durch seine Fragen an, selbst zu einer stimmigen Lösung zu kommen.

Die Klientenzentrierte Gesprächtherapie wurde vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftliches Verfahren für die vertiefende Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten anerkannt. Trotzdem wird die Gesprächstherapie in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland nicht bezahlt. Der Psychotherapeut kann mit der Kasse nur dann abrechnen, wenn er eine Zulassung in Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie besitzt – ein Widerspruch, den Psychologenverbände anprangern.

Der klientenzentrierte Gesprächsansatz wird nicht nur in der ambulanten Psychotherapiepraxis gepflegt. Oft ist er auch die Gesprächsgrundlage für Psychologen, Sozialpädagogen, Pädagogen und andere psychosoziale Berufsgruppen in Beratungsstellen, Kliniken und pädagogischen Einrichtungen, auch in Nürnberg. Wenn sie sich für eine Behandlung mit klientenzentrierter Gesprächstherapie interessieren, fragen Sie am besten bei den Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten oder Heilpraktikern in Nürnberg explizit nach, ob sie darin ausgebildet sind.