Psychoanalyse und analytische Psychotherapie

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Die Psychoanalyse wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den österreichischen Arzt und Neurologen Siegmund Freud begründet und später von seinen Schülern weiter entwickelt. Ihr zugrunde liegt die Vorstellung, dass das menschliche Verhalten von unbewussten psychischen Prozessen gesteuert wird. Mithilfe des Psychoanalytikers sollen diese aufgedeckt werden, so dass der Patient Einsicht und Verständnis in die Zusammenhänge und Ursachen seines Leidens bekommt. Dabei soll er eine Veränderung seines Gefühlserlebens erfahren.

Die Technik des freien Assoziierens

Die Psychoanalyse geht davon aus, dass die Konflikte des Patienten ihren Ursprung in der Kindheit haben, ausgelöst durch misslungene oder gar traumatische Interaktion zwischen dem Kind und wichtigen Bezugspersonen, z.B. Eltern. Durch freies Assoziieren erforscht der Klient sein Unbewusstes, um so die verdrängten, schmerzhaften, traumatischen, selbstwertbedrohenden Gefühle zu Tage zu fördern. Dabei liegt er auf der Couch und äußert unzensiert alles, was ihm in den Sinn kommt, während der Psychoanalytiker hinter ihm sitzt und zuhört. Damit soll es möglich werden, die verinnerlichten konflikthaften Gefühle zu den ursprünglichen Bezugspersonen in der Beziehung zum Psychoanalytiker wieder zu beleben und zu erleben, sie dabei gleichzeitig mithilfe des Analytikers neu zu verarbeiten.

Traumdeutung

Neben dem freien Assoziieren ist die Traumdeutung eine zentrale Technik der Psychoanalyse. Nach der Vorstellung eines Psychoanalytikers finden sich die verdrängten Konflikte auch symbolhaft in Träumen wieder. Durch die Deutung werden diese wieder bewusst gemacht.

Unterscheidung zwischen Psychoanalyse und analytischer Psychotherapie

Die deutschen Psychotherapie-Richtlinie sieht die klassische Psychoanalyse als eine Methode der Persönlichkeitsentwicklung. Die aus der klassischen Psychoanalyse entwickelte analytische Psychotherapie ist als Methode der Krankenbehandlung definiert. In der Praxis sind die Übergänge jedoch fließend. Deshalb ist es unter Psychotherapeuten in Nürnberg, die psychisch Kranke mit analytischer Psychotherapie behandeln, üblich, einfach von Psychoanalyse zu sprechen, ohne eine Unterscheidung zu treffen. Analytische Psychotherapie wird von der Krankenkasse neben Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie als eines der drei Richtlinienverfahren übernommen.
In Psychoanalyse ausgebildete Ärzte und Psychologen arbeiten in Nürnberg sowohl in Kliniken als auch in ambulanter Praxis.